Webmasters Akademie
vielen dank! du hast mir das leben gerettet :)
Danke für das Tutorial. Und der Kommentarbereich mit den "Zettel" sieht auch wirklich gelungen aus.…
Hallo Stephan,…
Tolle Einführung in die Thematik BDD! Bei den Empfehlungen würde ich aber definitiv noch Cucumber…
von Monika Beck
in Der abenteuerliche Ximplicissimus
am Dienstag, 17. Mai 2011 um 15:48
Tags: Soziale Netzwerke
, Xing Unternehmensprofile
, Fake Accounts
, Twitter ZDF Online
Vor einigen Monaten habe ich an dieser Stelle herumgezetert, weil auf Xing aus Nutzerdaten ein Firmenprofil von uns generiert wurde, das die Wirklichkeit hier in der Akademie nur sehr unzureichend abbildet: den alten Beitrag findet ihr hier.
In einem ähnlich gelagerten Fall ist ein betroffenes Unternehmen nun vor Gericht gezogen und erwirkte einen Vergleich. Xing zahlt 2.500 Taler, löscht das Profil des betroffenen Unternehmens und darf ohne dessen Einwilligung nichts mehr über das Unternehmen veröffentlichen. Hier ist der Bericht in den Nürnberger Nachrichten; der Fall hat auch im Web einige Wellen geschlagen (Kurzfassung auf Heise).
Wie ich das finde? Öd. Gerade hab ich mich an den Gedanken gewöhnt, dass Privatsphäre ein nicht mehr durchsetzbares Konzept aus dem letzten Jahrhundert ist; die Anforderung "das, was da steht, muss auch stimmen, wo kommen wir denn sonst hin!!!" hätte ich bei der Gelegenheit liebend gerne gleich mit entsorgt. Wenn man nie weiß, ob das, was da steht, auch stimmt, ob der, der da spricht, auch der ist, der er sagt, dass er sei - dann wird es, finde ich, wieder spannend.
Dann muss man nämlich in den Brain-on-Modus wechseln und den Sender der Botschaft selber einer Kategorie zuordnen: bist du ein Mensch? eine Maschine? eine virtuelle Identität, ein Mitbewerber, eine Pressestelle oder - und das finde ich das schönste überhaupt - ein Fake-Account?
Meine Lieblingsgeschichte aus dem social web aus den letzten vier Wochen ist die mit dem gefaketen Twitter-Account ZDFonline. Für alle, die diese wunderschöne, wirklich wunderschöne Geschichte verpasst haben, hier die Kurzfassung und ja, ja doch, der Link kommt gleich. Also:
Da haben zwei umtriebige Jungs den Twitter-Account ZDFonline registriert und monatelang im Namen des ZDF getwittert und zig-Tausende von Followern generiert.... ohne dass das jemandem komisch vorgekommen wäre, am allerwenigsten dem ZDF. Sie haben es sogar geschafft, sich den Account ZDFneo -selbst ein Fake-Account - unter den Nagel zu reißen; wenn die Geschichte stimmt, die die beiden im Web zum besten geben, mit einem einzigen noch nicht einmal sehr drohend klingenden Tweet. Beide Accounts haben zusammen inzwischen gut 55.000 Follower und die beiden Macher einen Job: beim ZDF.
Und nun frage ich euch: ist diese Geschichte gut oder ist sie gut? Eben.
Und hier - danke, dass ihr bis hierhin mitgelesen habt ;-) - ist der Link, wo ihr das alles nachlesen könnt.
PS.: Neben mir sitzt gerade ein Kollege und runzelt die Stirn. "Wenn die ganze Geschichte mal nicht gefaked ist..." murmelt er.
Ja.
Kommentare (2)
von Markus
am Dienstag, 17. Mai 2011, 20:06
Hi moni,
Tja, da hast du Recht. Ist so ne Sache mit den "virtuellen" Persönlichkeiten und Inhalten. Wie du schon sagst: gesunder Menschenverstand hilft bei dem einen oder anderen Fragezeichen oft weiter. Und im Thema zu sein sicher auch;-)
Die Sache mit den ZDF Twitterern kann ich nur bestätigen. Hab beide beim Barcamp vorletztes WE in Nürnberg kennen gelernt. Die sind wirklich cool drauf die Jungs.
Wichtigste Aussage zum Thema Regeln beim Twittern: "Es gibt keine Regeln". Ich sag mal solange man im Social Web authentisch ist, kann ich das auch so unterschreiben.
In diesem Sinne: immer schön "audendisch" bleiben, wie der Franke sagt, dann klappt's auch mit den Social Friends and Followers;-)
von Monika Beck
am Mittwoch, 18. Mai 2011, 15:38
Dass die beiden ZDFonline-Twitterer auch in 3D sehr unterhaltsam sind, glaube ich dir sofort. Aber "keine Regeln" auf Twitter? Langweilen darfst du die Leute jedenfalls schon mal nicht. Aber das ist ja nur gut so.
Zum Thema "Authentizität" hat Sascha Lobo übrigens in seiner aktuellen SPON-Kolumne ganz pointiert eine Lanze für die digitale Welt gebrochen: das Web mit seiner direkten Kommunikation ist die "echte Welt", sagt er, virtuell sei die über PR-Experten und Journalisten als Zwischenhändler vermittelte traditionelle Kommunikation.
Sascha Lobos Artikel findest du hier: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,763258,00.html
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