Webmasters Akademie
vielen dank! du hast mir das leben gerettet :)
Danke für das Tutorial. Und der Kommentarbereich mit den "Zettel" sieht auch wirklich gelungen aus.…
Hallo Stephan,…
Tolle Einführung in die Thematik BDD! Bei den Empfehlungen würde ich aber definitiv noch Cucumber…
von Monika Beck
in Papiertiger
am Mittwoch, 26. Mai 2010 um 09:41
Tags: geförderte Weiterbildung
, Anwesenheitskontrolle
Ein Teil unserer Kursteilnehmer/innen in den Aus- und Weiterbildungen bekommt für den Kurs bei uns eine Förderung durch die Agentur für Arbeit. Das ist schön, allerdings kriegt man darüber (konkret: ich) manchmal graue Haare.
Für uns geht mit der Förderung u.a. die Verpflichtung einher, das "whereabouts" unserer Teilnehmer über 7 Monate hinweg lückenlos nachzuweisen, 5 Tage die Woche, 9 Stunden am Tag. "Im Prinzip" ist diese Anforderung nachvollziehbar - die Weiterbildungen bei uns sind teuer, und der Geldgeber hat ein Recht darauf, dass wir unsere Leistung, also Unterricht und Betreuung, angemessen nachweisen. Der Teufel steckt mal wieder im Detail.
Zu Recht "entschuldigt" sind Teilnehmer während der "Maßnahme" nur bei Krankheit, Beerdigung eines engen Familienangehörigen oder bei einem Bewerbungsgespräch - alles andere gehört in die "Kategorie s" wie Sonstiges und damit in eine Grauzone.
Nun stehen unsere Kursteilnehmer aber "mitten im Leben", haben Familie, einen Alltag... und somit Termine. Hier ist eine kleine Auswahl der letzten Wochen aus meiner Kategorie "Sonstiges":
Selbstverständlich finden wir in solchen Fällen immer eine Lösung - es gehört zum Alltag, dass man Lösungen findet. Aber es generiert einen Aufwand und kostet (beide Seiten) Nerven. Die Teilnehmer fühlen sich gegängelt, und ich fühle mich als Kontrolletti, ein Job, der mir nicht liegt.
Seit dreißig Jahren etwa hat sich aus eben diesen Gründen heraus das Konzept "Gleitzeit" oder "Zeitkonto" überall durchgesetzt. Bei uns kommt dazu, dass unser Programm extrem straff ist - alle unsere Teilnehmer wissen, dass sie sich längere Fehlzeiten nicht leisten können. Sie kommen aus qualifizierten Jobs, wollen in qualifizierte Jobs und sind es gewohnt, verantwortlich zu planen. In den Projektphasen guckt das letzte Teammitglied, das abends geht - meist zwischen achtzehn und neunzehn Uhr, manchmal noch später - routinemäßig durch alle Räume, um die letzten Teilnehmer rauszuwerfen, die sich von ihrer Arbeit nicht trennen können - die Kreativen können ja meist die Uhr nicht mehr lesen, wenn sie sich mal festgebissen haben.
So sieht es aus, alles weit im grünen Bereich. Aber: Kontrolle ist besser. Wie schade.
Kommentare (1)
von Thomas Gauck
am Mittwoch, 23. Juni 2010, 16:19
Das ist alles richtig; insofern bedanke ich mich für die unbürokratische Hilfe bei dir Monika nachträglich sehr. Unser ganzer Alltag wird gottllob immer "agiler" (mein Lieblingswort seit der WA).
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