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Startseite Webmasters AkademieBlog iPhone meets Fahrrad

iPhone meets Fahrrad Monika Beck

von Monika Beck in Schräg, wie?
am Dienstag, 25. Mai 2010 um 16:47
Tags: iPhone , Fahrrad

...dieser Tage habe ich einen alten Freund getroffen: fanatischer Fahrrad-Fahrer und Outdoor-Freak, aber allen technischen Schnickschnack muss er natürlich auch haben.

Auf seinem (nicht entbehrlichen) iPhone hat er alle möglichen apps - Navi selbstredend, einen Kompass (um sein Navi einzunorden? da muss ich nochmal nachfragen), ein Pflanzenbestimmungsbuch und einen Pilzführer, Dinge eben, die in Feld & Wald  nützlich sein können.

Und jetzt kommts: um sein iPhone unterwegs aufzuladen, hat er sich so einen speziellen Adapter für sein Ladegerät zugelegt - und den schließt er an den Nabendynamo seines Fahrrads an. Drei Stunden strampeln, Akku ist geladen. Er hat es getestet, es funktioniert. Garantiert CO2-neutral!

Ich bin schwer beeindruckt und bin kurz davor, meinen notorischen Widerstand gegen diese Dinger aufzugeben. Mir fehlt allerdings eine letzte Zusatzfunktion, die mir in der  Wildnis nun doch unverzichtbar erscheint: der gute alte Korkenzieher.

Oder kann mir jemand von euch ein Handy mit Korkenzieher ermpfehlen...?

Kommentare (5)

von Thorsten Schneider

am Montag, 21. Juni 2010, 11:07

Einspruch: "Garantiert CO2-neutral!" ist das nicht, da der menschliche Körper (vor allem unter erhöhter Last, wenn das Ladegerät am Dynamo angeschlossen ist) ja auch C02 produziert ;-) Das Gute ist jedoch, dass dabei für die Energieerzeugung in der Regel keine fossilen oder atomaren Brennstoffe verwendet werden. Wie gut die CO2-Bilanz insgesamt ausfällt, dürfte u.a. davon abhängen, ob dein Freund Vegetarier oder Fleischesser ist.

von Christian Eichhorn

am Montag, 21. Juni 2010, 11:51

Kann das IPhone die Seiten schneller laden, wenn man schneller fährt?

von Monika

am Dienstag, 22. Juni 2010, 14:17

Co2-Neutralität:
@Thorsten: du hast recht, wenn auch nicht aus den Gründen, die du anführst.

Nabendynamos laufen immer mit, anders als herkömmliche Dynamos. Dadurch entsteht also kein zusätzliches Co2.

Definitiv *nicht* Co2-neutral sind allerdings Produktion, Vermarktung und Vertrieb des Adapters. Sowie der Umstand, dass ich Rechner/Internet und Lebenszeit nutze, nur um das letzte Wort zu haben.

Ein schönes Beispiel für un-klugen Umgang mit endlichen Ressourcen!
M.

von Hannes Hierer

am Samstag, 18. September 2010, 00:08

Witzig und Informativ.

Ich denke das sich die Umwelt hier Co² Ausstoss selbst reguliert.

von Wolfgang Bergt

am Samstag, 18. September 2010, 12:17

Wenn das hier schon so witzig wird, dann muss ich als Physiklehrer nun auch Monika widersprechen:
Nabendynamos laufen immer mit und erzeugen eine Spannung U. Aber solange der Schalter nicht geschlossen ist, fließt keine Stromstärke I. Die Leistung P = U * I ist also 0.
Erst wenn und solange das Ladegerät angeschlossen wird, fließt Strom und es wird Arbeit W = P * t verrichtet.
Die Energie dazu stammt aus der Erbsensuppe, die der Radfahrer gegessen hat, mit oder ohne Speck, je nachdem, ob er Vegeterier oder Fleischesser ist. Die Erbsensuppe wandelt sich dabei u.a. um in Wasser (z.B. Schweiß) und eben auch in CO2.
Aber die Erbsen sind eben auf dem Acker auch aus genauso viel Wasser und CO2 entstanden. Das meint CO2-Neutralität.
Der zweite Teil der Aussage ist natürlich richtig (Produktion des Ladegerätes), obwohl hat Monika nun erst einmal nicht mehr das letzte Wort hat...

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